Porno trennt
Pornografie kann dich abtrennen von der Wahrnehmung deines Körpers. Wenn du vor dem PC sitzt und im Internet Pornos anschaust, dann rubbelst du dich mechanisch und starrst gleichzeitig auf den Bildschirm. Dadurch verlierst du das Gefühl für deinen Körper und die Feinheiten der sexuellen Energie an sich. Pornografie ist eine einfache Möglichkeit der sexuellen Befriedigung, sozusagen im Autopilot. Befriedigender Sex mit einer Frau, welche sich nicht nur mit 08/15 Sex zufrieden gibt, sondern Sexualität in der ganzen Fülle erleben und auskosten möchte, ist für Männer mit regelmäßigem Pornokonsum, bzw. pornographischer Sexbildung, schwierig.
Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie Sex mit einem Mann ist, welcher gewohnt ist Pornografie in diversen Formen zu nützen, weiss ich wovon ich rede. An sich stört es mich nicht, wenn ein Mann sich Sex kauft und ihn diese Atmosphäre fasziniert. Ich spiele ja selbst mit diesen Inhalten, wenn ich Lust darauf habe (sexy Verführungsspiel). Allerdings kenne ich die ganze Palette der sexuellen Möglichkeiten und bin bewusst darüber und dadurch frei zu wählen. Wenn ein Mann meint, pornographischer Sex wäre die Weise wie er Frauen begegnen soll oder wie Frauen Sex möchten, dann irrt er sich. Grundsätzlich kann ein Mann davon ausgehen, dass die wenigsten Frauen ihm ehrlich sagen werden, dass ihnen der Sex mit ihm gar nicht gefällt.
Oft musste ich meinen ganzen Mut zusammen nehmen, um meinem Partner zu sagen, dass mir Sex mit ihm teilweise oder gar nicht gefällt. Viele Männer, welche "pornographisch gebildet" sind, fällt es schwer auf Anregungen der Partnerin einzugehen, da sie sich schnell kritisiert und in ihrem Stolz verletzt fühlen. Wenn jemand zu sich selbst nicht einfühlsam sein kann, dann geht das auch nicht zum Gegenüber. An dieser Stelle möchte ich klar sagen, dass es auch viele Frauen gibt, auf die das Gleiche zutrifft. Allerdings passen sich Frauen dem männlichen Sex an, um sich die Zuwendung des Partners zu sichern und aus der kollektiven Unterwürfigkeit heraus, welche die patriarchalische Kultur mit sich gebracht hat.
Ich selbst brauchte 25 Jahre um mich aus all diesen blockierenden Verhaltensmustern und Zwängen zu befreien. Mit dem Resultat, dass ich in einer intimen Beziehung direkt konfrontiert bin mit den festgefahrenen, sexuellen Verhaltensmustern des Partners und darüber natürlich nicht mehr schweigen kann. Im Gegensatz zu den meisten Frauen, lässt sich ein Mann nur schwer bewegen, einfühlsamer zu werden und sich selbst zu hinterfragen. Schnell ist er in seinem männlichen Stolz verletzt. Eine Frau hingegen lässt sich eher von ihrem Partner in neue, sexuelle Erfahrungen führen. Es gibt Gott sei Dank noch einige Männer, die keine Lust (mehr) auf Ficken haben.Pornokonsum, sei es über Filme oder mit einer Prostituierten korrumpiert allmählich das männliche Gefühl für erotische und sinnliche Begegnungen. Pornografie wird zu Unrecht verharmlost und es ist eine Tragödie, wenn Jugendliche damit in Kontakt kommen und meinen, das wäre nun die Weise wie man sexuell agiert. Porno ist Schmalspurprogrammsex aber sicher nicht reife Sexualität! Sexualität ist mit jeder Faser des Körpers und mit allen Sinnen gelebte Erotik. Pornografie blockiert Sexualität in ihrer ganzen Fülle.
Die pornographischen Bilder, welche ein Mann in seinem Kopf mit sich trägt, verhindern den liebenden Blick auf die sinnliche Weiblichkeit. Die Frau wird bewusst oder unbewusst zum Sexobjekt. Frauen merken dies bewusst oder unbewusst und reagieren mit Geschlechtskrankheiten (Vaginainfektionen, Blasenentzündungen) oder Kopfschmerzen bis hin zur totalen Verweigerung, bzw. Unlust etc.
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